Pressemitteilungen der Bürgerinitiative Energiepreise

 

Initiative begrüßt das E.ON-Urteil

"Abweisung ist richtig"

Delbrück (WV). Mit großer Freude hat die "Bürgerinitiative Energiepreise" das Urteil des Amtsgerichts Delbrück gegen den Energieversorger E.ON aufgenommen. "Die Abweisung der Zahlungsklage ist richtig", schreibt ihr Sprecher Horst Hamprecht.

Man sei von Anfang an, seit mehr als sechs Jahren davon ausgegangen, dass E.ON keine Ansprüche auf die "ständig und massiv erhöhten Gaspreise" zustünden.

Die E.ON Weser Vertriebs GmbH hatte - wie berichtet - 37 Gaspreisverweigerer aus dem Raum Delbrück erfolglos auf Zahlung der rückständigen Gebühren verklagt. Das Gericht wies sämtliche Klagen ab. Unter anderem hatte das Gericht gerügt, dem Unternehmen sei der Nachweis misslungen, dass die Bezugskostensteigerungen für Gas in den Jahren 2004 und 2005 nicht durch Kosteneinsparungen an anderer Stelle kompensiert worden seien.

Die Initiative habe gehofft, "dass die angebliche Ansprüche von einem fachlich dafür extra vorgesehenen Gericht, etwa das Kartellgericht, untersucht und rechtlich bewertet werden." Leider habe auch das Delbrücker Amtsgericht einige für die Initiative wichtigen Dinge nicht untersuchen wollen, "vor allem nicht die Frage, ob E.ON das Gas überteuert einkauft und so den Vorlieferanten unzulässig hohe Gewinne zuschustert."

Hamprecht wörtlich: "Das Resultat: Zunächst freuen wir uns alle darüber, dass im Ergebnis unser jahrelanger Preiskampf und Widerstand gegen die Abzocke Erfolg hat. Wir freuen uns insbesondere auch für unsere Mitstreiter, deren Klagebetrag unter 600 Euro lag, dass auch sie das einbehaltene Geld behalten dürfen und die gesamten Verfahrenskosten zu Lasten von E.ON gehen."

Zu den übrigen Verfahren habe E.ON Berufung angekündigt, was aber abzuwarten sei: "Wir sehen einem Revisionsverfahren gelassen entgegen, da das Folgegericht sich an die Tatsachen aus dem erstinstanzlichen Verfahren hält. E.ON würde dann eine zweite und deutlichere Schlappe riskieren", vermutet Hamprecht.

Er empfiehlt: "Weiter den Preisen von Strom und Gas widersprechen und die Zahlungen kürzen."

Quelle: Westfälisches Volksblatt

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